Am vergangenen Samstag fanden auf dem WHW-Gelände das traditionelle Laser-Matchrace der Segelabteilung und das WHW-Sommerfest mit abschließender Fahrt zur Schlossbeleuchtung statt. Bei besten äußeren Bedingungen - hochsommerlichen Temperaturen, fast wolkenlosem Himmel und frischem Westwind mit 3-4 bft - gingen insgesamt 15 Segler aller Könnensstufen an den Start. Im Double Elimination-Modus wurden bis zum Abend insgesamt 29 spannende Matches gefahren, bis der Gewinner ermittelt war: Im Finale und Re-Finale kam es zum familieninternen Duell Vater gegen Sohn, welches Cornelius, der zwischenzeitlich für Jakob eingestiegen war, im Re-Match für sich entscheiden konnte.

Anschließend wurde gemeinsam mit den restlichen Vereinsmitgliedern gegrillt und gegessen. Kurz vor Einbruch der Dunkelheit stand der gemeinsame Besuch der Schlossbeleuchtung mit Vereinsbooten an. Hierbei kam auch wieder unser Großkanadier Hackteufel zum Einsatz.

Vielen Dank insbesondere an Christoph für die Organisation des Matchrace und natürlich auch an alle anderen fleißigen Helferinnen und Helfer!

Weitere Fotos: https://goo.gl/photos/STpuE7LBzAKasuAw5

2017 07 08 00 Laser Ergebnis

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Neuigkeiten für die Vereinslaser gibt es im Bereich von Baumniederholer und Cunningham. 

Zunächst seht Ihr die veränderten Trimmleinen in einem Übersichtsbild vom "Luc", dann wird das Aufbauen beschrieben, hier ändert sich nur etwas für das Cunningham. Abschließend lest Ihr ein paar Tipps zum Trimmen mit den verbesserten Kontrollleinen.

Der Baumniederholer ist nun 1:8 übersetzt. Er besteht aus zwei Leinen, im Bild sichtbar an einer grauen Leine die durch die bisherigen Blöcke geführt ist, und einer blauen Leine zum Trimmen. Beim Aufbauen ändert sich nichts Wesentliches. Der untere Beschlag mit der Klemme bleibt dauerhaft am Mastunterteil, der obere Block wird in den Beschlag am Baum eingehakt. Das war es schon. Bitte achtet darauf, dass die Leinen nicht verdreht sind und frei laufen. 

Das Cunningham ist mit 1:6 auch stärker übersetzt worden und besteht ebenfalls aus zwei Leinen. Die graue Leine hat an ihren Enden jeweils eine Schlaufe. In die größere Schlaufe ist noch eine Rolle eingeknotet, dazu später mehr. Die größere Schlaufe wird beim Aufbauen über den Mastfuß bis zum Beschlag des Baumniederholers geschoben. Weiter geht es nicht, denn der Baumniederholer funktioniert als untere Befestigung des Cunninghams. Üblicherweise bleibt dieser Teil des Cunninghams auch nach dem Segeln am Unterteil des Masts, so dass man sich hierüber keine Gedanken machen muss. 

Nun wird der Mast und das Segel wie üblich zusammengebaut und in den Mastfuss gestellt. Das freie Ende des Cunninghams steckt Ihr nun durch die Öse im Segel ...

Nun wird's beim ersten Aufbauen etwas herausfordernd, aber mit etwas Übung geht es ganz leicht. Übung bekommt Ihr, denn diese Schritte müssen bei jedem Auf- und Abbauen durchgeführt werden. 

Die kleine Schlaufe des Cunningshams, die vom Segel kommt, steckt Ihr durch die Öse der Rolle der zweiten Leine des Cunninghams, wie auf dem folgenden Bild zu sehen. Anschließend fädelt Ihr bitte die bunte Leine, die am Cunningham befestigt ist, durch die Schlaufe. Am Ende sieht es dann wie auf dem übernächsten Bild aus.

 

Gleich ist es geschafft! Die  Schlaufe an der Rolle straff ziehen und die bunte, an der Rolle festgeknotete Leine zunächst nach unten durch die kleine Rolle am Mast, dann nach oben durch die Rolle an der Schlaufe fädeln und zum Schluss durch die übliche Öse auf dem Deck in die Klemme. Fertig. Und wenn alles richtig ist, sieht es wie auf dem ersten Bild aus. 

Was hat das nun gebracht? Eine ganze Menge!

Zuerst ist der Baumniederholer durch die Erhöhung der Übersetzung von 1:3 auf 1:8 sehr viel leichter zu verstellen. Dadurch ist es möglich, auf raumen Kursen und vor dem Wind den optimalen Twist im Segel einzustellen. Probiert es mal aus, bei einer Bö den Baumniederholer zu ziehen und beim Nachlassen der Bö ihn wieder zu öffnen. 

Ebensowie sind die Vorteile an der Kreuz. Sobald ihr ausreitet und der Wind trotzdem zu stark wird, sollte die Schot gefiert werden. Dadurch lässt aber die Mastbiegung nach und das Segel wird voller und sorgt eher für noch mehr Krängung. Zieht Ihr nun den Baumniederholer sehr fest an, hält er die Mastbiegung selbst beim Fieren des Segels bei. Das Cunningham wird so weit angezogen, dass die entstandenen Querfalten "herausgezogen" werden. 

Zum Schluß: Vergesst nicht, Baumniederholer und Cunningham wieder zu lösen, wenn Ihr von der Kreuz auf einen raumen Kurs abfallt.

Alexander Lampert

Dieter, Felix, Annika, Dietrich und Frank haben gestern und heute (21./22. April) die alte defekte Steuerbord-Scheuerleiste abgeschliffen und die neue angeklebt. Zuerst hatten wir überlegt die Scheuerleiste mit einer Nut zu versehen und von unten an den Überhang anzukleben, aber jetzt haben wir es erst mal mit ankleben von der Seite versucht. Insgesamt gar nicht so einfach. Beim nächsten Mal werden wir das vielleicht etwas anders machen, etwas variieren. Man lernt recht viel beim Boot reparieren. Die Lösung die wir jetzt hatten war auf jeden Fall eine die schnell geht. Die Alternativen waren wie gesagt die Leiste mit Nut von unten "einhaken". Weitere Ideen waren nicht eine dickere Leiste zu nehmen sondern mehrere dünnere (z.B. 5) nacheinander als Furnier aufzukleben oder auch die Leiste mit M3 Schrauben und Gegenmuttern zu befestigen (1 Schraube alle 10 cm, also 60 Schrauben.) Das wäre aber alles mehr Aufwand gewesen, die Schrauben müsste man auch versenken und bei den Borhlöchern auch mit Harz versiegeln usw. Wir hoffen, dass das Harz bis übermorgen (Freitag) ausgehärtet ist, unter günstigen Bedingungen vielleicht schon morgen. Dann müssen wir noch schleifen und mit geeignetem Klarlack (Dietrich empfieht schnell härtenden Einkomponentenlack) zwei, drei mal streichen. Dann kann die Seahorse ins Wasser. Bei Arbeitsdrang (oder dem Bedürfnis Arbeitsstunden zu absolvieren) könnte man vorher noch innen den Korkboden anschleifen und streichen. Das sollte den Start allerdings nicht merklich verzögern. Im Laufe der Saison oder hoffentlich erst am Ende sehen wir was dabei herausgekommen ist.

Die Scheuerleiste wird von Dietrich mit der Kreissäge zugeschnitten:

Wir haben die neue Scheuerleiste mit mehreren dünnen Balken und Leinen angedrückt:

Hier sieht man, dass wir die alte Steuerbord-Scheuerleiste (bis auf einen kleinen Teil am Bug) abgeflext haben (vor dem Aufkleben haben wir mit Aceton entfettet und gereinigt)

Die neue Scheuerleiste bekommt vor dem Festkleben noch ein paar Schönheitskorrrekturen:

Hier sieht man die angeklebte und angedrückte Scheuerleiste:

Felix und Dieter beim Andrücken der der Leiste:

Unsere Werkstatt auf der Wiese

Im nächsten Beitrag kommen dann Fotos vom fertigen Gesamtwerk.

 

Wir haben es geschafft! Die Seahorse ist im Wasser. Am Samstag waren noch mal viele Helfer dabei und das war auch nötig, weil es noch mal mehr Arbeit war als gedacht. Michael und Anja haben sogar Ihren Oster-Besuch zum Helfen mitgebracht!

Der Kiel hat seinen Anti-Fouling Anstrich erhalten: 

Und auch das Boot hat an den bisher (wegen der Auflagen auf dem Trailer) nicht erreichbaren Stellen eine Behandlung bekommen. Dazu haben wir das Boot mit dem Kran angehoben.

Der aufwändigste Teil war es, den Kiel wieder in das Boot zu bekommen und dann die Gegenauflage festzu chrauben - die Schrauben sind schwer zu erreichen aber Dank Anjas Ausdauer und Geschick haben wir nach einiger Zeit geschafft.

Nächster Schritt: Boot in's Wasser bringen. Mit dem schwenkbaren Kran geht das ganz gut.

Letzter Arbeitsschritt war das Stellen des Mastes - hier kam Dietrich genau zum richtigen Zeitpunkt dazu um das zu koordinieren

   

Tobias und ich hatten das Glück als erste ein paar Meter zu segeln:

Insgesamt waren es noch mal über vier Stunden Arbeit. Aber das hat sich gelohnt, die Seahorse ist jetzt wieder einsatzbereit und will gesegelt werden.

Wir haben noch ein paar Sachen gefunden, die man bei der Seahorse ausbessern könnte - wenn mal wieder Flaute ist könnten das mögliche Arbeitspakete sein:

  • Die Balken und Gurte zum Kranen der Seahrose könnte man noch durch Querverstrebungen und Sicherung der Gurtführung stabiler und sicherer machen
  • Die Abschlusskanten des Oberschiffts sind an Backbord in Mitleidenschaft gezogen worden - hier könnte man durch Glasfasermatten und Epoxy Harz wieder stabilisieren und dann mit einer Schumstoff oder Gummi-Ummantelung (wie bei Heizungsrohr-Dämmungen) gegen weitere Schäden sichern.
  • Im Bauch der Sehorse ist noch recht viel Wasser - das muss mit einer Spritze und Gummischlauch abgepumpt werden
  • Beim Steg wo die Seahorse liegt fehlt bei der Kante noch ein Schaumstoff-Schutz gegen die Metallteile, die da rausragen.

Aber jetzt erst noch mal ein großes Dankeschön an alle Helfer! Es hat mir wirklich Spaß gemacht mit euch zusammen zu arbeiten und freue mich auf's gemeinsame Segeln.

Nachdem Michael gestern den Kiel abgeschliffen hat haben wir ihn heute mit dem Primer gestrichen - gar nicht so einfach den 185kg schweren Kiel zu bearbeiten.

Erst mal den Primer anrührern:

dann haben wir ihn liegend von einer Seite und unten gewalzt: 

Und danach mit einer kreativen Haltevorrichtung aufgerichtet und auf der anderen Seite weitergearbeitet: 

 

Jetzt sind wir bereit für den letzten Schritt: die übrigen Stellen mit Antifouling behandlen, den Kiel wieder montieren und dann die Seahorse in's Wasser bringen.

Das würde ich gerne morgen Mittag (Samstag, 18.04.2014) machen ab 12:00 Uhr - wir brauchen mindestens vier Leute zum Kranen usw - jede Hilfe ist gerne gesehen :-)

Heute haben wir endlich mit dem richtigen Anti-Fouling Anstrich begonnen. Während Michael die zweite Seite des Kiels gespachtelt hat haben Tobias und ich eine der zwei Dosen VC17 angerührt und aufgebracht. Dabei haben wir einmal den kompletten Rumpf gestrichen und dann noch ein zweites mal die Backbordseite und das Heck.

Den zweiten Anstrich auf der Steuerbordseite machen wir mit der zweiten Dose VC17 dann am gleichen Tag, an dem wir auch die Stellen behandeln und streichen, auf denen die Seahorse gerade aufliegt.

Dieter hatte noch eine gute Idee wie wir den Kiel wieder ins Boot "einfädeln" können, ohne dass eine Person während des Kranens unter dem Boot liegen muss: der Kiel steht fast von alleine Senkrecht und wir werden ihn mit einer langen Schraubzwinge von der Seite halten. So besteht nicht die Gefahr, dass einer unter dem Boot rumkrabbeln muss.

Das Anti-Fouling selbst soll eigentlich dunkelblau sein, bisher sieht es aber ziemlich Kupferfarben aus. Ich bin gespannt, ob sich der richtige Farbton noch ergibt :-)

Heute machen wir mal Arbeitspause und morgen geht es dann weiter um 17:30 Uhr.

Hier noch ein paar Fotos vom gestrigen Arbeitseinsatz: