Neuigkeiten für die Vereinslaser gibt es im Bereich von Baumniederholer und Cunningham. 

Zunächst seht Ihr die veränderten Trimmleinen in einem Übersichtsbild vom "Luc", dann wird das Aufbauen beschrieben, hier ändert sich nur etwas für das Cunningham. Abschließend lest Ihr ein paar Tipps zum Trimmen mit den verbesserten Kontrollleinen.

Der Baumniederholer ist nun 1:8 übersetzt. Er besteht aus zwei Leinen, im Bild sichtbar an einer grauen Leine die durch die bisherigen Blöcke geführt ist, und einer blauen Leine zum Trimmen. Beim Aufbauen ändert sich nichts Wesentliches. Der untere Beschlag mit der Klemme bleibt dauerhaft am Mastunterteil, der obere Block wird in den Beschlag am Baum eingehakt. Das war es schon. Bitte achtet darauf, dass die Leinen nicht verdreht sind und frei laufen. 

Das Cunningham ist mit 1:6 auch stärker übersetzt worden und besteht ebenfalls aus zwei Leinen. Die graue Leine hat an ihren Enden jeweils eine Schlaufe. In die größere Schlaufe ist noch eine Rolle eingeknotet, dazu später mehr. Die größere Schlaufe wird beim Aufbauen über den Mastfuß bis zum Beschlag des Baumniederholers geschoben. Weiter geht es nicht, denn der Baumniederholer funktioniert als untere Befestigung des Cunninghams. Üblicherweise bleibt dieser Teil des Cunninghams auch nach dem Segeln am Unterteil des Masts, so dass man sich hierüber keine Gedanken machen muss. 

Nun wird der Mast und das Segel wie üblich zusammengebaut und in den Mastfuss gestellt. Das freie Ende des Cunninghams steckt Ihr nun durch die Öse im Segel ...

Nun wird's beim ersten Aufbauen etwas herausfordernd, aber mit etwas Übung geht es ganz leicht. Übung bekommt Ihr, denn diese Schritte müssen bei jedem Auf- und Abbauen durchgeführt werden. 

Die kleine Schlaufe des Cunningshams, die vom Segel kommt, steckt Ihr durch die Öse der Rolle der zweiten Leine des Cunninghams, wie auf dem folgenden Bild zu sehen. Anschließend fädelt Ihr bitte die bunte Leine, die am Cunningham befestigt ist, durch die Schlaufe. Am Ende sieht es dann wie auf dem übernächsten Bild aus.

 

Gleich ist es geschafft! Die  Schlaufe an der Rolle straff ziehen und die bunte, an der Rolle festgeknotete Leine zunächst nach unten durch die kleine Rolle am Mast, dann nach oben durch die Rolle an der Schlaufe fädeln und zum Schluss durch die übliche Öse auf dem Deck in die Klemme. Fertig. Und wenn alles richtig ist, sieht es wie auf dem ersten Bild aus. 

Was hat das nun gebracht? Eine ganze Menge!

Zuerst ist der Baumniederholer durch die Erhöhung der Übersetzung von 1:3 auf 1:8 sehr viel leichter zu verstellen. Dadurch ist es möglich, auf raumen Kursen und vor dem Wind den optimalen Twist im Segel einzustellen. Probiert es mal aus, bei einer Bö den Baumniederholer zu ziehen und beim Nachlassen der Bö ihn wieder zu öffnen. 

Ebensowie sind die Vorteile an der Kreuz. Sobald ihr ausreitet und der Wind trotzdem zu stark wird, sollte die Schot gefiert werden. Dadurch lässt aber die Mastbiegung nach und das Segel wird voller und sorgt eher für noch mehr Krängung. Zieht Ihr nun den Baumniederholer sehr fest an, hält er die Mastbiegung selbst beim Fieren des Segels bei. Das Cunningham wird so weit angezogen, dass die entstandenen Querfalten "herausgezogen" werden. 

Zum Schluß: Vergesst nicht, Baumniederholer und Cunningham wieder zu lösen, wenn Ihr von der Kreuz auf einen raumen Kurs abfallt.

Alexander Lampert