Es war einmal eine Zeit...
-als die Oktobertour noch Eisfahrt genannt wurde. Doch Diesmal fand man sich Freitags auf dem ersten Bach der Tour (die untere Ötz) im Trockenanzug overdressed vor und vermisste seinen kurzen Neo.

Es war einmal eine Zeit...
-als bei der Oktobertour Vereinsmitglieder in größerer Zahl teilnahmen. Doch leider hat der Trend der Zeit die Oktobertour seit längerer Zeit erreicht, so dass oft nur zwei bis drei Vereinsmitglieder am Start sind, wie dieses Jahr nur zwei.

Es war einmal eine Zeit...
-als die Anfahrt spät Abends erfolgte und man im Dunkeln sich einen Schlafplatz suchen musste. Diesmal erfolgte die Anfahrt gemütlich vormittags, man konnte noch die untere Ötz und anschließend den Inn bis Haiming paddeln, es wäre sogar eine Bafahrung der Sanna noch möglich gewesen (dazu später). Im Trockenen und Hellen wurden das Zelt aufgebaut und zu kochen begonnen.

Es war einmal eine Zeit...
-als man den Aussagen von anderen Paddler Glauben schenken konnte. Doch diesmal riet uns eine Paddlerin die wir am Ausstieg der sanna trafen von einer Befahrung ab, doch einen Tag später stellten wir fest das es doch lohnend gewesen wäre.

Es war einmal eine Zeit...

-als die Sanna einer der schönsten Spielbäche Tirols war. Doch ein Hochwasser hatte 2005 die Sanna total zu ihrem Nachteil verändert. Zwischenzeitlich hatte sich die Sanna wieder erholt, die Ufer wurden befestigt, Schlüsselstellen wie das "scharfe Eck" blieben verloren, doch die Sanna war trotzdem wieder lohnenswert. Doch ca. einen Monat vor unserer Tour ging in Pians eine Murre nieder, die dazu führte dass sich die Sanna einen neuen Weg suchen musste. Bagger brachten die Sanna wieder in ihr altes Bett. Über die neu entstandene Rinne kann ich nur sagen "Georgien lässt grüssen"-es entstand eine schöne wuchtige Rinne - ein richtig fetter Kiesbettströmer. wenn man sich nich an den unzähligen Biertischgarnituren und Getränkekisten im Bach stört, dann kann man sagen Prädikat lohnenswert.

Es war einmal eine Zeit...
-als man für die Innschluchten: Giarsun, Ardezer und Scouler keine 10 m3/s benötigte. Doch heute benötigt man lt. den Infos im WWW für Giarsun 12 m3/s und Ardzer 15 m3/s. Wir hatten "nur" 12m3/s und trotzdem war die Befahrung der Ardezer-Strecke ein Highlight für uns.

Es war einmal eine Zeit...
-als man die Scouler-Strecke im Anschluss an die Ardezer-Strecke zum Auspaddeln noch anhängte. Doch diesmal galt weiterhin die Augen aufhalten, denn einen Moment Unaufmerksamkeit bescherte einem schnell einen Überschlag mit anschließender Rolle.

Es war einmal eine Zeit...
- als man sich am Ende der Scouler-Strecke auf ein letztes Schmankerl freuen konnte. Doch ein Erdrutsch hatte die Schlussstelle einen Blockkatarakt mit anschließender Presswasserwand eingeebnet.

Es war einmal eine Zeit...
-als man im Ötztal problemlos wild übernachten konnten. Doch die deutliche Zunahme des Paddeltourismus zu Oktoberbeginn hat zu einer intensiven Jagd auf Wildcamper geführt. Doch eine warme Dusche auf dem Campingplatz ist auch nichts Schlechtes.

Es war einmal eine Zeit...
-als man es noch schaffte bis zu drei Bäche am Tag zu paddeln. Wir schafften sogar einmal 4 Sechser an einem Tag (2 mal 6km Venter, 6km Köfels, 6km obere Ötz)

Es war einmal eine Zeit...
- als das Hauptkriterium der oberen Ötz zu Oktoberanfang die Verblocktheit und das Gefälle war. Doch diesmal war sie richtig gut eingeschenkt gewesen - leider war ein zweiter Run (fünfter Tagesrun) wegen der einbrechenden Dunkelheit nicht mehr möglich gewesen.

Es war einmal eine Zeit...
-man sich auf ein Highlight der Tour freute. Doch diesmal hatten wir zwei Highlights: Die Befahrung der Ardezer-Strecke (Inn) und die Befahrung der Köfels-Strecke (unterer Teil der mittleren Ötz-ein Genusswuchtbach)

 

Teilnehmer:
Jan, Volker und Gastpaddler Volker aus Karlsruhe

 

Strecken:
untere Ötz/Inn von Ende Wellerbrückenstrecke bis Haiming (2x)
Venter ache Lehen bis Mündung Grurgler Ache (2x)
Ötz Köfels bis Östen

 

Vereinskilometer

  • 146km

 

Resumee

Trotz geringer/magerer Teilnehmerzahl war es doch eine Genusspaddeltour pur. Das Wetter hat wieder mitgespielt und die Wasserstände waren besser als die Vorhersage. Köfels war für mich Neuland gewesen, doch eine Wiederholung der Befahrung wird von uns angestrebt. Auch wenn es 2017 wieder "nur" eine Vater-Sohntour werden sollte-bin ich am Start.

 

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