Wenige Tage vor stattfinden des Rheinmaratons war unklar gewesen, ob die Veranstaltung überhaupt stattfinden könnte, denn der Rhein führte viel Wasser und war kurz davor die Hochwassermeldemarke zu überschreiten und somit für jegliche Schifffahrt gesperrt zu werden.

Doch das Wetter blieb trocken und das Schmelzwasser in den Alpen hielt sich in Grenzen, der Pegel sank etwas und die teilnehmenden Paddler konnten einen guten und hohen Wasserstand erwarten.

In diesem Jahr war ich leider der einzige Kanuten vom WHW gewesen, der dem Aufruf zum Rheinmarathon gefolgt war. Am Abend zuvor traf man sich auf dem Gelände des KC Unkel, verlud die Kajaks auf die vereinseigenen Hänger und wurde mit kohlenhydratreicher Kost (Nudelsalat) auf dem kommenden Tag vorbereitet.

Am nächsten Morgen kletterten wir gegen 6°° in die Autos und wurden zum Einstieg gebracht. Einige schafften es auf der zweistündigen Anfahrt ihrem Körper weiteren Schlaf zu gönnen, bevor wir am Einstieg in Geisenheim ankamen, wo bereits weitere Paddler auf uns warteten.

Das Feld war wieder bunt gemischt. Einer und Zweier, Wanderboote, Seekajaks, Marathonboote, Wildwasserabfahrtsboote und ein offener Canadier gingen an den Start. Das Tempo war Dank des Wasserstandes hoch und in der Spitzengruppe durch den Ehrgeiz der Paddler noch höher. Das Wetter war trocken, doch leider war der versprochende Rückenwind nicht dauerhaft, so das er öfters uns direkt entgegenblies.

Auch gab es öfters die Gelegenheit Pausen zu machen und ein Begleitfahrzeug am Ufer hätte jedem, der seine Fahrt vorzeitig beenden wollte, die Möglichkeit dafür gegeben. Doch auch in diesem Jahr nahm niemand dieses Angebot an. Alle erreichten das Ziel, die schnellstens nach 7 Stunden und 10 Minuten. Aber gewonnen hatten alle die diese Strecke bewältigt hatten. Und lange wurde noch die erbrachte Leistung in fröhlicher Runde gefeiert.

Paddelstrecke

Rhein, Geisenheim bis zum KC Unkel

Vereinskilometer

  • 112km

Resumee

Wie im Vorjahr kann ich dem KC Unkel für die erbrachte Organisation nur Lob und Dank bringen. 112 km sind viel, aber wie auch in diesem Jahr gezeigt wurde, ist die Strecke auch für Otto Normalpaddler machbar. Ich hoffe das ich 2016 wieder dabei sein kann.