Ursprünglich war es als Nostalgiefahrt gedacht gewesen, doch da die immer mehr der teilnehmenden Paddler mit neueren Booten mitpaddelten, wurde die Nostalgiefahrt umgetauft in Freundschaftsfahrt. Vor 19 Jahren fand die erste Freundschaftsfahrt in Saarbrücken statt, genau wie in diesem Jahr.

Die meisten Paddler reisten bereits am Freitag an, schlugen ihr Lager (Zelt, Wohnwagen oder -mobil) auf dem Gelände der Kanuwanderer Saarbrücken auf und ließen sich je nach Lust und Laune mit Gulasch versorgen.

Samstag standen zwei verschiedene Abschnitte der Saar zur Auswahl:

  • Die nichtschiffbare französische Saar von Saaralbe bis Saareinsming, 23 km
  • Die schiffbare Saar von Burbach (Saarbrücken) bis Saarlouis, 22 km

Die Wettervorhersage meldete typisches Paddelwetter an: nass, der Wasserstand der französischen Saar sollte nicht der Beste sein und es sollten nicht alle Wehr unbedingt fahrbar sein. Deshalb entschied Hannah und ich mich auf der Saar zu paddeln.

Der Himmel war bewölkt, die Temperaturen nicht gerade sommerlich, aber es war trocken als wir direkt neben dem Vereinsgelände in die Boote stiegen. Nach wenigen Metern folgte betreits die erste von zwei Schleusen, in der wir auch geschleust wurden. Die Strömung der Saar war kaum merklich, es regnete öfters, das Paddeltempo war (sehr) gemütlich, und die Ufer meistens mit Bäumen gesäumt. Pünktlich zur Mittagspause, die wir hinter der zweiten Schleuse hatten, hellte der Himmel auf und die Sonne kam heraus. Aber überpünklich begann es aber auch wieder zu nieseln, als wir die Fahrt bis nach Saarlouis fortsetzten. Die Fahrt verlief problemlos, das Aussteigen fasst auch. Lediglich ein Paddler rutschte am Ausstieg auf seinen Füssen die Schräge am Ufer herab und kühlte seine untere Körperhälfte in den Fluten der Saar ab.

Abends schwenkte der Schwenker Schwenker oder für alle die nicht dem saarländisch mächtig sind: Der Grillmeister grillt auf dem Schwenkgrill Steaks. Leider war das Wetter abends nicht optimales Grillwetter, es war naß und kalt. So dass nur die extrem Wasserdichten lange sitzen blieben.

Am nächsten Morgen überraschte uns die Sonne und wieder standen zwei Flußabschnitte zur Wahl:

  • Die Saar von Großblittersdorf bis Burbach (Saarbrücken), 14km
  • Die Nied von Freistroff bis guerstling, 15km

Wir hatten uns diesmal für die Nied entschieden, einen Kleinfluß mit mäßiger Strömung (aber Strömung) und drei Wehren mit gut fahrbaren, spaßigen Bootsrutschen. Ich glaube es lag nicht nur an der Strömung, dass wieder die Paddelgeschwindigkeit (sehr) gemütlich war. Doch bis auf einen Zweifachschwimmer fand jeder die Nied, schön.

Teilnehmer

  • Hannah G.
  • Volker G.
  • Manfred R.-K.

Vereinkilometer

  • 112 km

Resumee

Wegen der schiffbaren Saar würde ich nicht unbedingt nach Saarbrücken fahren. Obwohl alle Bäche mit der Loisach verglichen werden, so muss ich doch sagen die Ähnlichkeit zum Neckar war deutlich größer. Die Nied fand nicht nur ich reizvoll und gerne hätte ich von diesem Fluß mehr kennengelernt.

Die Veranstaltung war gut organisiert und wenn man das Wetter vom Samstag ausklammert, richtig schön gewesen.

Mal schauen wohin uns die Freundschaftsfahrt 2015 bringt.

 

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