Über den Rehbach steht im DKV-Führer: "der Rehbach verläuft mit guter Strömung, ohne besondere Schwierigkeiten in seinem Oberlauf landschaftlich reizvoll durch Wiesen und Felder; in seinem Unterlauf ist er sttreckenweise begradigt mit steil-schrägen Uferböschungen, durch Auwald. Befahrbarkeit: meist ganzjährig......"

Meist fahrbar, mit guter Strömung das klang gut und ein Aufruf zur Befahrung wurde im Forum gestartet. Doch nur 2 WHWler trauten sich im Land von Lewwerworschd und Schoppe zu paddeln.

Der Rehbach entspringt entgegen des DKV-Führers direkt in Neustadt, denn er ist eine Ableitung des Speyerbaches. Kurz hinter dem Ursprung, in Neustadt-Böbig wurde an einer Brücke eingesetzt. Das Wetter war frühlingshaft, der Bach war ca. 4-6 m breit, der Wasserstand schien ausreichend und die Strömung flott zu sein.

Die Strömung war zwar flott, aber wegen der geringen Wassertiefe war die Schleppströmung hoch und eine allzu schnelle Geschwindigkeit war nicht möglich. Sogar einige Sandbänke wurden anfangs touchiert. Bäume säumten oft das Ufer, aber glücklicherweise gab es, mit Ausnahme einer einzigen Verklausung vor dem Mündungskataraktes, keine Baumprobleme im Bach. Es schien, als ob erst vor kurzer Zeit der Bach freigesägt wurde, denn es gab viele dem Bach zugeneigte und abgesägte Baumstümpfe. Auch fast alle (5 von 7) Wehre waren gut fahrbar und mit einem hohen Funfaktor gewesen, hinzu kam das die Landschaft größtenteils reizvoll war.

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Teilnehmer

  • Manfred
  • Volker

Strecke

  • Einstieg: Neustadt-Böbig, Landwehrstraße
  • Ausstieg: Kanuclub Mannheim
  • Distanz: 30km Rehbach +5 km Rhein
  • Vereinskilometer: 70km

Resumee

Wir hatten einen Pegel (Brücke vor Mündung) von 410cm. Jedoch dürften einige Zentimeter mehr nur von Vorteil sein, bei wesentlich mehr Wasser kann es an einigen Brücken zu Problemen kommen. Als geeignete Boote wurde ich sportliche Wander-Kleinflußboote der Teekännchenklasse empfehlen. Die gesamten 30 km des Rehbaches kann man am Stück paddeln (wir benötigten inkl. 5 km Rhein 5h dafür)- muss man aber nicht. Es gab nur 2 (3) Umtragungen auf 30 km und das ist meiner Meinung nach für einen Kleinfluß nicht schlecht. Hinzu kommt der landschaftliche Reiz, der leider nach der Mündung des Ranschgrabens verloren ging. Fazit: Der Rehbach ist ein lohnender Kleinfluß.